Entstehungsgeschichte: 

Die Entdeckung des homöopathischen Prinzips geht auf die Arbeit und den Versuch der Weiterentwicklung der damaligen vorherrschenden Medizin zurück und ist somit hauptsächlich Samuel Hanemann (11.04.1755-02.07.1843) zu verdanken. Er entwickelte das Fundament der Homöopathie und verdeutlichte aus der Erfahrung und Praxisanwendung (Selbstversuch mit Chinarinde 1790) die Anwendbarkeit des Ähnlichkeitsprinzips. Im Bezug auf hervorgerufene Symptome und Krankheitssymptomen im Zusammenhang zum Menschen und seinen Leiden. Daraufhin verfasste er 1796 eine Veröffentlichung zum Simile-Prinzip, 1806 einen Aufsatz im Hufelands Journal ,,Heilkunde der Erfahrung“ und zwei Bücher 1810 die Erstauflage des ORGANON und seine Miasmentheorie in der Erstauflage ,,Chronische Krankheiten“ (1821-1830, vier bändiges Werk) und einige Schriften mehr. Diese Schriften gelten auch heute noch als grundlegende Werke für angehende Homöopathen im Hinblick auf Theorie und eine gewisse Methodik der Homöopathie. Die ursprüngliche Methodik wurde später an einigen Stellen von seinen Nachfolgern etwas verändert, fortgeführt, vervollständigt und im Großen und Ganzen erhalten. Es haben sich auch in der Neuzeit verschiedene Gruppen von Lehrmeinungen und Ausrichtungen auf dem gesamten Erdball etabliert und die in ihrer Fülle und Anwendbarkeit durch nachgewiesene Erfolge, auch ihre Berechtigung in der Homöopathie haben. 

Leitsätze dieser Zeit:

,,Die Vernunft macht das eigentliche Wesen des Menschen aus(vermutlich Kant) ,,Der Geist hat sich zum Verstand gewandelt und Verstand ist nichts als umgewandelte Sinneseindrücke (wahrgenommene Erfahrung, Empirie)

Was ist Homöopathie und wie funktioniert sie:

  1. Similia Similibus Currentur = Ähnliches werde mit ähnlichem geheilt.
  2. Bestimmte Symptome einer gewissen Krankheit werden auch hervorgerufen durch die Einnahme von gewissen Substanzen oder Substraten, Kräutern, Pflanzen, Metallen und Giften (Symptome der Krankheit und hervorgerufene Symptome beim gesunden Menschen sind gewissermaßen ähnlich) => Das Homöopathische Prinzip.
  3. Man greift hierbei auf einen riesigen Erfahrungsschatz an Selbstversuchen zurück.
  4. Die eigentliche Behandlung findet heute mit sogenannten informierten Globuli statt, die kaum einen Hauch der sogenannten Ursubstanz beinhaltet (auch flüssige Tropfenform möglich). Beide Varianten werden in aufwendigen und langwierigen Verfahren von bestimmten Spezialfirmen hergestellt.
  5. Es sind ca. 5000 verschiedene Mittel auf dem Markt.
  6. Dann gibt es noch verschiedene Arten von Potenzierungen der Mittel, auf die ich hier an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte.

(Bei mir, ausschließlich radiästhetische Mittelgabe!)